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Kaminabend "Demokratische Resilienz"
Im Rahmen von Modul 2 „Governance-Analyse: Politikfelder und Aspekte kollektiver Handlungskoordination“ im Executive Programm Intersectoral Governance lud die ISoG BW am 18. Juni zu einem Kaminabend mit Dr. Peter Kurz ein.
Foto: Carla Runge
Wie widerstandsfähig ist unsere Demokratie und was braucht es, damit sie es bleibt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Kaminabends der ISoG BW am 18. Juni 2026 auf der Kulturinsel Stuttgart. Zu Gast war der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, der gemeinsam mit Prof. Dr. Monika Gonser über demokratische Resilienz, Populismus, Verwaltungsmodernisierung und die Zukunft demokratischer Gestaltung diskutierte.
Ausgangspunkt des Gesprächs war die Beobachtung, dass Demokratie heute vor vielfältigen Herausforderungen steht. Populismus, schwindendes Vertrauen in Institutionen und gesellschaftliche Polarisierung sind keine lokalen Phänomene, sondern europaweite Entwicklungen. Peter Kurz machte deutlich, dass Demokratie nicht nur verteidigt, sondern aktiv gestaltet werden muss.
Die Bedeutung von Multilevel Governance wurde besonders intensiv diskutiert. Das Zusammenspiel von Kommune, Land, Bund und Europa sei ein zentraler Erfolgsfaktor für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Gerade Kommunen könnten dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn es gelingt, politische Ziele gemeinsam zu entwickeln und konsequent zu verfolgen.
In der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmenden ging es unter anderem um Strategiefähigkeit in Demokratien, den Umgang mit Populismus, die Bedeutung von Regulierung sowie die Frage, wie gesellschaftliche Transformation gelingen kann. Dabei wurde deutlich: Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich weder durch einzelne Institutionen noch durch einzelne Sektoren bewältigen – ein gemeinschaftlicher Ansatz ist notwendig.
Ein zentrales Fazit des Abends lautete daher: Die Zukunft demokratischer Resilienz hängt wesentlich davon ab, wie gut Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Gerade Kommunen verfügen über große Gestaltungskraft, wenn unterschiedliche Akteure gemeinsame Verantwortung übernehmen und handlungsfähig bleiben.
Der Kaminabend zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Austausch zwischen aktuellen Teilnehmenden, Alumni und Gästen ist. Die unterschiedlichen Perspektiven erweitern den Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen und machen deutlich, warum intersektorale Netzwerke eine zentrale Voraussetzung für zukunftsfähige Lösungen sind.
Wir freuen uns darauf, diesen Dialog bei den kommenden Kaminabenden fortzusetzen. Melden Sie sich zum Newsletter der ISoG BW an, um auf dem Laufenden zu bleiben.