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Transformational Certificate 2026
Von April bis Oktober 2026 haben sich rund 20 Fach- und Führungskräfte aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Transformational Certificate mit zentralen Transformationsfragen unserer Zeit beschäftigt. Mit der Zertifikatsübergabe in München wurde der fünfte Jahrgang verabschiedet.
Das Transformational Certificate ist ein gemeinsames Weiterbildungsformat der ISoG BW, der Hertie School Executive Education und des TUM Think Tank. Es richtet sich an Führungskräfte, die Wandel in ihren Organisationen und über Sektorgrenzen hinweg gestalten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Transformation gelingt und welche Rolle Führung, Institutionen und Zusammenarbeit dabei spielen.
Das Programm bestand aus drei zweitägigen Workshops in Heilbronn, Berlin und München. Thematisch reichte es von Digitalisierung und KI über demokratische Resilienz und staatliche Handlungsfähigkeit bis zu Sicherheit und Resilienz in Europa. Fachimpulse, Diskussionen, interaktive Workshops und Exkursionen wechselten sich ab.
An der ISoG BW stand der Auftakt am 23. und 24. April auf dem Bildungscampus Heilbronn im Zeichen von Digitalisierung, KI und gesellschaftlicher Steuerung. Mit Expert:innen unter anderem vom appliedAI Institute, vom Weltethos-Institut und von der Stiftung Wissenschaft und Politik diskutierte die Gruppe, was KI ist, ob sie unsere Werte verändert und welche Rolle Europa in einer multizentrischen Welt einnimmt. Gemeinsam mit dem Fraunhofer ISI erprobten die Teilnehmenden die Stakeholder-Analyse als Methode für Transformationsprozesse. Eine Erkenntnis, die aus der Gruppe mitgenommen wurde: „KI immer im Kontext betrachten.“
An der Hertie School Executive Education rückten am 2. und 3. Juli demokratische Resilienz, transatlantische Beziehungen und staatliche Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt. Vertreter:innen von Bertelsmann Stiftung, German Marshall Fund, Hertie School und Berliner Senatsverwaltung sprachen über die Widerstandsfähigkeit von Demokratien, die Initiative für einen handlungsfähigen Staat und Migration als Governance-Herausforderung. Workshops zu transformationaler Führung und Szenarioanalyse sowie ein Besuch bei GovTech Deutschland ergänzten das Programm. Ein Fazit aus der Gruppe: Über die Diagnosen herrsche weitgehend Einigkeit, der Engpass liege „nicht im Wissen über die Ausrichtung, sondern in der Übersetzung und Umsetzung“.
Am TUM Think Tank stand das Abschlussmodul am 22. und 23. Oktober im Zeichen von Sicherheit und Resilienz. Die Teilnehmenden befassten sich mit Sicherheitsrisiken in Europa, zivil-militärischer Zusammenarbeit, digitaler Souveränität, Forschungssicherheit und Dual Use sowie mit One Health und der Frage, wie Demokratien Bedrohungen standhalten. Eine Exkursion führte zum Forschungsinstitut CODE der Universität der Bundeswehr München mit Cyber Range und Quantensimulator. Im abschließenden Workshop übertrugen die Teilnehmenden die Frage nach Resilienz auf das Umfeld ihrer eigenen Organisationen.
Mit der feierlichen Zertifikatsübergabe in München endete der diesjährige Durchgang. Die Teilnehmenden nehmen neben Wissen und Methoden vor allem ein Netzwerk mit, das über Sektorgrenzen hinweg trägt. Wir danken allen Referierenden sowie der Hertie School Executive Education und dem TUM Think Tank für die Zusammenarbeit.